Beiträge von 2015

"Wenn der Rücken schwer wird von den Laste(r)n, wird das Herz vom Lauf zu Allah, und die Körperteile vom Aufstehen zu seinen Gottesdiensten verhindert." - Ibn al-Qayyim

Gute Taten helfen wiederum dazu, noch mehr Gutes zu tun

 

29.Dezember 2015

Wir müssen bis ins kleinste Detail auf unsere Worte an unsere Mitmenschen achten, auf dass sie keinen verletzen. Denn selbst ein Kieselstein lässt einen großen, starken Mann humpeln

 

24.Dezember 2015

Unsere Größe zeigt sich nicht darin, zu welchen noblen Taten wir imstande sind, sondern noch mehr darin, ob und in welche Abgründe wir sinken können

 

22.Dezember 2015

Gott zeigt uns jeden Morgen unsere Begrenztheit. In dem wir jeden Morgen zum Beispiel unser Gesicht waschen und unsere Zähne putzen müssen, zeigt Er uns, dass auch ein Tyrann, der am Abend noch dachte, er sei in einer göttlichen Stufe, sieht, wie einfach er doch außer Gefecht zu setzen, und dass er letztlich nur ein Mensch ist

 

 

20.Dezember 2015

Allah sagt : "Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Ausgang." (Luqman:14) 

Die direkte Verbindung zwischen dem Dank gegenüber Gott und dem Dank gegenüber den Eltern hat eine besondere Aussagekraft 

 

 

18.Dezember 2015

"Und Wir haben ja in diesem Koran den Menschen ein jedes Gleichnis verschiedenartig dargelegt; aber der Mensch ist von allen Wesen am streitsüchtigsten." (Al-Kahf:54)

 

 

17.Dezember 2015

Allah, Gott, hat selbst mit dem Teufel einen Dialog geführt. Wie können wir (sündhafte) Menschen untereinander ihn dann für falsch halten?

 

 

15.Dezember 2015

„Jeder Gottesdienst hat eine Frucht, und die Frucht der Pilgerfahrt ist die Barmherzigkeit.“ aus „ʾAsrār aṣ-Ṣalāt“ von ʾIbn al-Qayyim

Weil es notwendig ist, dass Allah mit uns barmherzig ist, weil es notwendig für uns ist, dass er uns zumindest einmal im Leben alles vergibt, ist die Pilgerfahrt Pflicht. Als ob Er uns sagen möchte: „Wenn Ich euch nicht zumindest ein Mal vergebe, werden euch eure Sünden erdrücken."

 

 

11.Dezember 2015

"Wissen ist nicht die gehäufte Rede, doch das Wissen ist die Furcht." - Abdullah ibn Mas'ud

Es gehört zum Wissen, bescheiden zu bleiben. Nur weil jemand viel redet, heißt das nicht, dass er viel weiß. 

Lasst uns demütig mit Wissen umgehen

 

 

7.Dezember 2015

Ich finde es interessant, wenn Nicht-Muslime einem Muslim den Islam erklären wollen 

Wer wird ihn wohl besser kennen; jemand, der ihn - wahrscheinlich sein ganzes Leben lang schon - l e b t, oder jemand, der bloß ein paar Sachen über ihn gelesen und gehört hat? Warum ist kein Schreiner bereit, Haare zu schneiden, und kein Arzt bereit, ein Flugzeug zu fliegen, aber wenn es um den islam geht, kann jeder mit ein paar gelesenen Seiten den Islam erklären und über ihn urteilen? Schuster, bleib bei deinen Schuhen würde es heißen. Noch schlimmer: manchmal kommt jemand, der ein paar Bilder von Schuhen im Internet gesehen hat, und hat dann nicht bloß die Haltung, verstanden zu haben, wie man Schuhe bearbeitet, nein, vielmehr will er dem Schuster auch noch Unterricht darüber geben, wie man Schuhe zu reparieren hat. Lustige Welt.

 

 

6.Dezember 2015

Das Vergessen bewerten wir häufig falsch. Denn manchmal kommt es tatsächlich vom Teufel, dies ist tragisch, doch wir werden dafür nicht belangt. Wenn wir also ein Gebet vergessen, und uns erst nach Ende seiner Zeit daran erinnern, liegt auf uns keine Last. Dies gehört zur Barmherzigkeit Allahs. Manchmal hingegen kommt es von uns selbst. Manchmal aber kommt es von Allah, als Barmherzigkeit. Wie wäre nur das Leben, wenn wir uns an alles - vor allem auf die traurigen Dinge - (ständig) erinnern könnten? 

 

 

2.Dezember 2015

Wenn uns ein Hungriger um Essen oder allgemein ein Bedürftiger um Hilfe bittet, sollten wir weniger stolz darauf sein, wenn wir ihm entgegen kommen. Schließlich bittet er nicht um einen Gefallen, sondern um sein Recht. Wenn wir etwas Wohltätiges tun, haben wir im Anschluss an die Tat immer ein Gefühl von wegen: "Hach bin ich toll, ich bin doch so nett, freigiebig, ich habe ihm/ihr geholfen,..." Allah zeigt uns, was die Rede der Höllenbewohner sein wird: "und wir pflegten nicht den Armen zu speisen" (Al-Muddaṯṯir:44) Auf der anderen Seite aber spricht Er an anderer Stelle von den Paradiesbewohnern: "und sie geben - obwohl man sie liebt - Speise zu essen einem Armen, einer Waisen und einem Gefangenen" (Al-ʾInsān:11). Es ist also unsere Pflicht, Bedürftigen zu helfen, und zugleich ihr Recht. 

Es gehört zum Glauben, das eigene gute Handeln als klein und unbedeutend anzusehen

 

 

27.November 2105

"Und die Engel lobpreisen ihren Herrn und bitten Ihn um Vergebung für diejenigen, die auf der Erde sind. Ja sicherlich, Allah ist der Allvergebende und Barmherzige." (Aš-Šūrā:5)

Er ist so barmherzig zu uns, sein Wille, uns zu vergeben ist so stark, dass er es zur ständigen Aufgabe der reinsten Geschöpfe des Universums macht, für uns um Vergebung zu bitten.

 

 

24.November 2015

Ich wünsche mir von jedem, diese koranischen Worte gründlich und in aller Ruhe zu lesen. Unsere Worte können wir mal überfliegen, die Worte Gottes aber verdienen nur tiefes Nachdenken und Ruhe:

"Und wenn sie eine Abscheulichkeit begehen, sagen sie: "Wir haben unsere Väter darin vorgefunden, und Allah hat es uns geboten." Sag: Allah gebietet nicht Schändliches. Wollt ihr denn über Allah sagen, was ihr nicht wisst?

Sag: Mein Herr hat Gerechtigkeit geboten, und ihr sollt euer Gesicht bei jeder Gebetsstätte aufrichten und Ihn anrufen, Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion. So wie Er euch anfangs gebracht hat, werdet ihr zurückkehren.

Einen Teil hat Er rechtgeleitet, an einem anderen Teil aber hat sich das Irregehen bewahrheitet, denn sie haben sich die Satane anstatt Allahs zu Schutzherren genommen und meinen, sie seien rechtgeleitet." (ʾAl-ʾAʿrāf:28-30)

Als seien diese Verse genau zu unserer Zeit herabgesandt worden. Denn es gibt Gruppen, die genau dies mit sich bringen. Sie tun Schändliches und behaupten, dass Allah es befohlen habe. Sie richten sich zu Gott nicht aufrichtig, denn Aufrichtigkeit bedeutet, niemandem Platz im Herzen zu geben außer Ihm. Sie jedoch gesellen ihre eigene Neigung und ihr Denken Gott bei.

Ihr Schutzherr ist nicht Allah, sondern die Satane. Satane gibt es (laut Qurʾān) bei den Menschen und Ǧinn. Sie folgen also den menschlichen Satanen, die ihnen Schändlichkeiten befehlen, und glauben dabei auch noch, sie seien rechtgeleitet. Diese sind die ungerechtesten Menschen überhaupt, wie es Allah im Koran fünf Mal sagt: "Und wer ist ungerechter, als wer gegen Allah eine Lüge ersinnt"

 

 

13.November 2015

Ein weit verbreiteter Irrtum ist es, dass derjenige zum Leiten des Gebets vorzuziehen sei, der eine schönere Stimme hat. Im Fiqh (islamisches Recht) ist nach den folgenden Kriterien auszusuchen, mit sinkender Priorität: 1) Wissen 2) Menge des Auswendiggelernten 3) Rechtschaffenheit und 4) Alter. Alles, wenn kein Hausbesitzer oder jemand mit Machtstellung anwesend ist. Interessant, dass bei keiner dieser Eigenschaften die Stimme vorkommt 

Zeigt wieder mal, dass das Wissen über den Islam auch unter Muslimen nicht besonders verbreitet ist.

 

 

29.Oktober 2015

Lass bei all den guten Taten die du vollbringst, wenigstens eine einzige als kleines Geheimnis zwischen dir und deinem Schöpfer. Zur Aufrichtigkeit gehört, dass man die Sache nur für Allah macht. Die Aufmerksamkeit der Menschen ist daher nicht immer erstrebenswert. Egal, wie klein die Tat auch sein mag, du wirst dich unglaublich reich fühlen, wenn darüber nur du und dein Herr Bescheid wisst 

 

 

20.Oktober 2015

Die größte Gabe, die wir haben können, ist Dankbarkeit. Solange wir dankbar sind, kann uns nichts geschehen. Der Teufel hat das erkannt, vor langer langer Zeit, deswegen sprach er zu Allah :

وَلَا تَجِدُ أَكْثَرَهُمْ شَاكِرِينَ

"Und Du wirst die meisten von ihnen nicht dankbar finden." Al-A'raf:17

Lasst uns also dankbar sein, denn es ist die höchste Zielsetzung und das höchste Gut 

 

 

16.Oktober 2015

Die erste Erklärung der Menschenrechte in der Geschichte der Menschheit ereignete sich nicht 1948 durch die UN in Paris, sondern 612 durch den Propheten in Medina 

 

 

13.Oktober 2015

Ein Stummer wünscht sich, den Koran rezitieren zu können, 
ein Gehörloser wünscht sich, ihn zu hören, 
ein Blinder wünscht sich, ihn zu sehen,

Lassen wir, Sprechende, Hörende und Sehende, uns also nicht durch Smartphones zugrunde gehen 

 

 

9.Oktober 2015

"Unwissenheit schützt vor Strafe nicht." heißt es ja immer so schön. Das ist ein Grundsatz in so gut wie jedem Recht. Anders aber im Islam: wer nicht weiß, wird nicht bestraft. Denn Gott ist barmherziger als jedes andere Recht 

 

 

8.Oktober 2015

Wenn wir ungerecht gegenüber anderen Menschen sind, dann vergibt uns Gott erst, wenn sie uns verzeihen. Doch Er verzeiht es, wenn wir Ihm gegenüber ungerecht sind - 

Er verzichtet also auf Sein Recht, aber nicht auf das unserer Mitmenschen. 

P.S.: natürlich heißt das nicht, dass wir Ihm gegenüber ungerecht sein dürfen. Niemand hat so viel Anrecht auf uns wir Er. Doch für Ihn ist es schlimmer, wenn wir den Menschen ihr Recht nicht geben. 

 

 

2.Oktober 2015

Es gibt keinen einzigen Vers, der uns sagt, dass wir den Koran ganz oben im Regal stehen lassen oder niemals etwas über ihn legen sollen. 

Es gibt aber hunderte Verse, die uns dazu aufrufen, ihn gründlich zu lesen, zu verstehen und über ihn nachzudenken. 

P. S. : selbstverständlich heißt das nicht, dass das Erstgenannte nicht richtig ist - soll so bleiben 

 

 

27.September 2015

Extremisten wie die vom IS haben genau dasselbe Verständnis vom Islam wie unsere "Islamkritiker", zu denen solche wie Hamed Abdel-Samad wohl gehören. Der einzige Unterschied zwischen diesen beiden ist, dass die Einen dieses kranke Verständnis wunderbar, während die Anderen es fürchterlich finden. Und beide liegen sie falsch.